© Birgit Hupfeld
Mit: Marieke Kregel, Anne Langer, Laura Angelina Palacios, Angela Falkenhan und Tim Al-Windawe
„Gefangen, so die Lesart der Regie, sind sie beide. Und mehr noch als Maria, die auf die dem wie zufällig arrangierten Treffen mit Elisabeth geschuldete Lockerung ihrer Haftbedingungen mit einem kindlichen Freudenausbruch reagiert, unköniglich barfuß über die Bühne stürmt und in einem Wasserloch untertaucht, steckt Elisabeth fest in ihrer Rolle, von allen Seiten beobachtet und mit Wünschen und Forderungen an ihren königlichen Körper konfrontiert. Ganz wie die englischen Royals heute, unter denen der Bruder des Sohns vom Thronfolger und seine Ehefrau gerade diesen für alle sichtbaren Körper verlassen haben.“
(Bettina Schulte, Badische Zeitung vom 22. Januar 2020)
„Ein Regenschauer aus Fragen erfüllt den Raum: Wieso hat niemand eingegriffen? Trägt sie die alleinige Schuld an ihrem Verhalten? Hätte sie jemand aufhalten können? Wie prägend ist unsere Kindheit für unser späteres Leben? Wie ist es möglich mit solchen grauenhaften Taten und Erlebnissen weiterzumachen? Zeugt ein solche Tat von einem kaltblütigen Charakter oder ist es doch komplizierter? Ist es entschuldbar? Zweifel, Einbildung, Einsamkeit, Wut, Trauer – alle diese Gefühle finden sich in einer Familie zusammen, deren zerbrochene Herzen gescheiterte, verlassene Leben schlagen. Ein Dokumentartheater, welches Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.“
(szenik)
© 2021 Anne Manss